Über das Geben und Nehmen

brand eins

Wer das Wort "Subventionen" hört, denkt an Lügen und Tricks. Ein Vorurteil? Vier Experten und ein Fallbeispiel helfen bei der Meinungsbildung. Übrigens: Diese Geschichte hätte überall spielen können. Ähnlichkeiten mit anderen Fällen an anderen Orten sind weder zufällig noch ungewollt.

Roland Gießelbach sagt, er stelle sich täglich diese eine Frage: "Wie kann man die Wiederholung eines solchen Falles ausschließen?" Wahrscheinlich kann man das nicht; dazu später mehr. Der Fall, den der Leiter des Landesförderinstitutes Mecklenburg-Vorpommern (LFI) meint, klingt so absurd, dass man kaum glauben mag, dass er sich wirklich so abgespielt hat. Es geht um 70 Millionen Euro aus Steuermitteln, mit denen eine klitzekleine CD-Fabrik in Nordwestmecklenburg zum größten Produzenten von optischen Datenträgern in ganz Europa aufgeblasen wurde. Ein Örtchen namens Dassow wurde zum Mekka der Silberlinge, zur hoch subventionierten Erfolgsgeschichte im mit Erfolgsgeschichten nicht gerade gesegneten Nordosten der Republik. Aus null Angestellten wurden mehr als 1200 – bald könnten es wieder null sein. Die Luft ist raus. Dassow ist pleite, mal wieder.

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