Das große Brabbeln

brand eins

Marken müssen kommunizieren. Auf allen Kanälen und mit allem, was sie haben. Denn alles hat heute Bedeutung – aber was hat dann noch Sinn?

Das nächste große Ding: Social Media als Wahrsager. Irgendwann im Frühjahr 2013 will die kalifornische Firma Klout die sozialen Netzwerke um die Funktion des Propheten erweitert haben. Das Unternehmen gilt als weltweit bedeutender Akteur im Twitter-Monitoring, einer jener Alchemisten also, die Millionen dieser 140-Zeichen-Auf- tritte nach Bedeutung und Einfluss gewichten und in echte Geldwerte umzurechnen versprechen. Für die Zukunft bastelt das Start-up an Algorithmen, die jene 50 magischen Personen im Netz aufspüren sollen, hinter denen man die „fire starter“ jeder im Netz gelungenen Kampagne vermutet. Joe Fernandez, Firmenchef von Klout, beschreibt es in der kanadischen Zeitung »The Globe and Mail« als die Suche nach „den 50 Samenkörn- chen, die eine Message verbreiten“. Diese Art der vorhersagbaren Verkündung nennt er „hochinteressant“. Wer künftig in den sozialen Netzwerken Markenkommunikation betreibt, soll die Wirkung und Reichweite seiner Botschaft kennen, noch bevor er überhaupt etwas gesagt hat.

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